Römische Töpfereien in Speicher
Um die Mitte des 19. Jhs. gingen bei der Gesellschaft für nützliche Forschungen in Trier die ersten Berichte über römische Töpfereien im Gemeindewald von Speicher ein. 1876/77 legte J. Plein-Wagner die ersten Öfen "auf der Herst" (13) frei. 1881 grub F. Hettner, erster Direktor des 1877 gegründeten, damaligen Provinzialmuseums Trier, an vier verschiedenen Stellen ("auf der Zweibach" [16]; "Mülcher Driesch" [19]; "Pützchen" [20]; "Herforster Wäldchen" [21]) fünf Töpferöfen und zwei Ziegelöfen ("auf der Herst" [13]) aus. 1894 führte J. Plein-Wagner die Grabungen im "Herforster Wäldchen" [21]) und am "Pützchen" [20] fort. 1917/18 fand unter der Leitung S. Loeschckes eine planmäßige Grabung "auf der Zweibach" (16) statt. Zutage traten fünf Öfen unterschiedlicher Zeitstellung. Aus dem stratigraphisch zuweisbaren Töpfereiabfall ließen sich 32 Gefäßformen des 2. Jhs. (= Speicher I) und 52 Gefäßformen des 3. Jhs. (= Speicher II) wiederherstellen. 1919 sah man sich auf dem "Herforster Wäldchen" (21) zur Durchführung einer Notgrabung veranlaßt. Raubgräber hatten sich am Mauerwerk zweier Töpferöfen und eines Nebengebäudes (= Werkstatt) zu schaffen gemacht. 1922 wurden die von F. Hettner "auf der Herst" (13) freigelegten Öfen neu vermessen und instand gesetzt. Gleiches geschah 1930. 1950 wies man an der "Langmauer" (17) drei Gebäude, drei Öfen und eine Eisenschmelze nach. Die jüngste Grabung fand 1977 auf dem "Pützchen" (20) statt. Zwei Gebäude, drei Öfen und ein Brunnen konnten untersucht werden.
Forschungsstand
Zusammenfassend stellt sich der bisheriger Forschungsstand wie folgt dar: Auf 21 Fundstellen verteilen sich 32 Töpferöfen, 2 Ziegelöfen und mehrere Schlackenhügel. Die Zahl der Fundplätze läßt auf eine lockere, womöglich weilerartige Bebauung schließen. Auffallend ist, daß etliche Töpfereien nicht auf tertiärem Boden, sondern in einiger Entfernung zu den Tongruben im triasischen Buntsandsteingebiet liegen. Die Versorgung mit Arbeitsmaterial, Wasser und Brennholz wird ebenso wie die Belieferung der Absatz- märkte ihren Niederschlag in einem ausgebauten Wegenetz gefunden haben.
Fundmaterial und Grabungsunterlagen befinden sich in der Obhut des Rheinischen Landesmuseums Trier. Jahresberichte liefern Informationen zum gegenwärtigen Forschungsstand. S. Loeschckes Typenübersicht (Speicher I und II) hat keine Fortsetzung erfahren. Obwohl die römischen Töpfereien von Speicher seit rund 150 Jahren Gegenstand archäologischer Forschungen sind, steht die wissenschaftliche Aufarbeitung des Fundmaterials immer noch in den Anfängen.
Die römische Meile
1998 ist das Heimatmuseum Speicher um die Attraktion der "Römischen Meile" bereichert worden. Im Sog dieser Ausstellung geriet die Beseitigung eines Forschungsdesiderats in greifbare Nähe (Fußnote). Zwei Jahre später konnte - finanziert aus Haushaltsmitteln der Verbandsgemeinde - mit der Aufarbeitung der Grabungskampagne von 1950 (= FST. 17) begonnen werden. Dokumentation und Fundmaterial werden als Teil der künftigen Dauerausstellung im Heimatmuseum Speicher Platz finden.
Sammlung Jacob Plein-Wagner
Aus der Idee heraus, für die Sammlung Jacob Plein-Wagner einen Katalog zu erstellen, ist in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Michael J. Plein anläßlich des diesjährigen Internationalen Museumstages das nachstehende Verzeichnis entstanden.
Besagte Objekte sind zwischen 1876/77 und 1903 von Jacob Plein-Wagner zusammengetragen worden. Einige davon gelangten im Zuge einer Tauschaktion 1917 in den Besitz des Provinzialmuseums Trier. Die Originale sind gegen Kopien abgetreten und vermutlich von S. Loeschcke im Inventar unter 17,28-17,38 verzeichnet worden. Hinter dicken Mauern geschützt, überstanden die Exponate der Sammlung Jacob Plein-Wagner die Wirren des 2. Weltkrieges nahezu unversehrt.
Die Sammlung umfaßt Zeugnisse antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Töpferhandwerks. Die Ausstellung wird durch Produkte der älteren und jüngeren Firmengeschichte ergänzt. Stücke merowingischer Zeitstellung fehlen. Der vorliegende Katalog beschäftigt sich ausschließlich mit den Erzeugnissen der römischen Kaiserzeit. Die Aufarbeitung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Ware steht noch aus.
Im Katalog sind, verteilt auf sieben Kapitel, 71 Objekte verzeichnet. Auf Inv.-Nr. und Beschreibung folgen Angaben zu Maße, Erhaltungszustand, Material, Fundort, Form, Datierung und Funktion. (Bernd Bienert)
Danksagung
Allen, die an der Verwirklichung dieses Projektes mitgewirkt haben, gilt mein aufrichtiger Dank. Im Einzelnen zu nennen sind: K. Goethert (Trier), E. Hirschberg (Speicher), H.-P. Kuhnen (Trier), R. Mayer (Speicher), N. Schröder (Speicher) und W. P. Streit (Speicher).
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
cm Zentimeter
EV. Eingangsverzeichnis
FST. Fundstelle
FNR. Fundnummer
Inv. Inventar
Jh. Jahrhundert
JPW Jacob Plein-Wagner
Kat. Katalog
n. Chr. nach Christus
Nr. Nummer
RLMTR. Rheinisches Landesmuseum Trier
SLG. Sammlung
Sp. Speicher
St. Sankt
z. Z. zur Zeit
Altbachtal E. Gose, Der gallo-römische Tempelbezirk im Altbachtal zu Trier. Trierer Grabungen und Forschungen 7 (Mainz 1972).
Alzey W. Unverzagt, Die Keramik des Kastells Alzei. Materialien zur römisch-germanischen Keramik 22 (Bonn 1976).
Cüppers/Hussong H. Cüppers/L. Hussong, Die Trierer Kaiserthermen. Die spätrömische und frühmittelalterliche Keramik. Trierer Grabungen und Forschun- gen 1,2 (Mainz 1972).
Dragendorff H. Dragendorff, Terra sigillata. Ein Beitrag zur Geschichte der griechischen und römischen Keramik. Bonner Jahrbücher 96, 1895, 18-155. Dressel H. Dressel, Corpus Inscriptionum Latinorum 15,1 (Berlin 1899).
Goethert-Polaschek K. Goethert-Polaschek, Katalog der römischen Gläser des Rheinischen Landesmuseums Trier. Trierer Grabungen und Forschungen 9 (Mainz 1977).
Gose E. Gose, Gefässtypen der römischen Keramik im Rheinland. Beihefte der Bonner Jahrbücher 14 (Köln 1984).
Hofheim E. Ritterling, Das frührömische Lager bei Hofheim im Taunus. Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsfor- schung 40, 1912, 1-416.
Koenen K. Koenen, Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden (Bonn 1895).
Louis-Lintz Straße S. Loeschcke, Töpfereiabfall d. J. 259/260 in Trier: Aus einer römischen Grube an der Louis-Lintz-Straße. Trierer Jahresberichte 13, 1923, 55-58; Beilage II S. 103-107.
Niederbieber F. Oelmann, Die Keramik des Kastells Niederbieber. Materialien zur römisch-germanischen Keramik 12 (Bonn 1976)
Oswald-Pryce F. Oswald/T. D. Pryce, An introduction to the study of Terra sigillata treated from a chronological standpoint (London 1920).
Peacock/Williams D. P. S. Peacock/D. F. Williams, Amphorae and the Roman economy: an introductory guide. Longman archaeology series (London/New York 1991).
Redknap M. Redknap, Die römischen und mittelalterlichen Töpfereien in Mayen, Kreis Mayen-Koblenz. In: Berichte zur Archäologie an Mittelrhein und Mosel 6 = Trierer Zeitschrift, Beiheft 24 (Trier 1999) 11-401.
Speicher I Trierer Jahresberichte 10/11, 1917/18, Beilage S. 44; S. 53-56; S. 61-64.
Speicher II Trierer Jahresberichte 12, 1919/20, Beilage S. 27-29; S. 42-44; S. 54-56.
Tonindustrie S. Loeschcke, Tonindustrie von Speicher und Umgebung. Trierische Heimatblätter 1, 1922, 5-13; S. 138-142; S. 172-177.
Literatur
K. E. Becker, Speicher - Raum und Zeit. Geschichte - Landschaft - Entwicklung (Speicher 1981) 40-49. - W. Binsfeld, Römische Töpfe- reien bei Speicher. Kurtrierisches Jahrbuch 18, 1978, 180-184. - H. Cüppers (Hrsg.), Die Römer in Rheinland-Pfalz (Stuttgart 1990) 556. - Die Römer an Mosel und Saar. Katalog zur Ausstellung (Mainz 1983) 214-218 Nr. 162-164; S. 309-310 Nr. 268a-g; S. 314 Nr. 272a (= K.-J. Gilles); S. 233 Nr. 189c (= H. Cüppers); S. 311-314 Nr. 270e-f (= K. Goethert). - H. Eiden in: Germania 29, 1951, 305- 307. - K. Goethert-Polaschek, Speicher-Herforst. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 33. Südwestliche Eifel (Bitburg-Prüm-Daun-Wittlich) (Mainz 1977) 200-207. - K. Goethert, Die rauhwandigen unverzierten Lampen der Spätantike im Rheinischen Landesmuseum Trier. Trierer Zeitschrift 55, 1992, 245-298. - F. Hettner in: Westdeutsche Zeitschrift 1, 1882, 269. - S. Loeschcke, Die römischen Ziegelöfen im Gemeindewald zu Speicher. Trierer Zeitschrift 6, 1931, 1-7. - J. Steinhausen, Archaeologische Karte der Rheinprovinz I,1. Ortskunde Trier-Mettendorf. Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XII. Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz. 3. Abteilung (Bonn 1932) 23-25; S. 121-126; S. 296-307. - Trierer Jahresberichte 13, 1921/22, Beilage S. 56-58. - Trierer Zeitschrift 6, 1931, 180-181. - Trierer Zeitschrift 24-26, 1956-58, 542. - Trierer Zeitschrift 40/41, 1977/78, 437-38. - B. Bienert, Mit Schwung ans Werk. Zeugnisse antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Töpferhandwerks im Heimatmuseum Speicher. Katalog zur Ausstellung "Römische Meile" - antike Töpferkunst (Speicher 1998).

1 Slg. JPW Inv. 01/001
Schälchen mit Standring, bogenförmig ansteigender Wandung und
Horizontalrand. übergang zwischen Rand und Wandung auf der
Innenseite durch umlaufende Rille betont. Oberseite Horizontalrand
in Barbotine-Technik ehemals mit langstie- ligen, herzförmig
endenden Blättern verziert. Um den Stand- ring herum mehrere
Fingertupfen.
Durchmesser Standring 5,3 cm Höhe Wandung 4,9 cm Durchmesser
Mündung 13,0 cm
Gefäßkörper - aus Scherben zusammengesetzt - bis auf ge- ringe
Fehlstellen erhalten. Oberseite Horizontalrand be- stoßen und
stellenweise abgeplatzt.
Hellroter, fein geschlämmter Ton. Oberfläche mit glänzend orangerot
brennender Engobe überzogen.
Fundort unbekannt
Koenen Taf. 14,8. - Dragendorff 35. - Oswald/Pryce 13 Taf.
53,2-4;8;16. - Gose 38.
2. Jh. n. Chr.
Soßenschälchen (= "acetabulum")
JPW01_001

2 Slg. JPW Inv. 01/002
Großer Teller mit Standring und weit ausladender,
bogen- förmig ansteigender Wandung. Lippe außen als vorkragender
Halbrundstab gebildet. Auf der Innenseite von Rille ge- säumter
Töpferstempel (To)RDILO F(ecit). Um den Standring herum mehrere
Fingertupfen. Auf der Unterseite des Bodens Graffito in Gestalt
eines 8-strahligen Sterns.
Durchmesser Standring 11,7 cm Höhe Wandung 7,0 cm Durchmesser
Mündung 28,0 cm
Scherbe in Gestalt eines bis zur Mündung hinaufreichenden
Bodensegments
Blaßroter, fein geschlämmter Ton. Oberfläche mit hellglän- zend
orangerot brennender Engobe überzogen. Der Firmen- stempel, bisher
fünfmal belegt, weist den Teller als Er- zeugnis einer in Trier
ansässigen Werkstatt aus.
Fundort unbekannt
Dragendorff 32. - Niederbieber 5b. - Oswald/Pryce 23 Taf. 63,5;7-9.
- Louis-Lintz-Straße 8a. - Gose 33. Zum Töpferstempel TORDILO
F(ecit) vgl. F. Oswald, Index of Potters' Stamps on Terra Sigillata
"Samian Ware" (Margi- dunum, East Bridgford 1931) 319. - M. Frey,
Die römischen Terra-sigillata-Stempel aus Trier. Trierer
Zeitschrift, Beiheft 15 (Trier 1993) 83 f. Nr. 289,2.
Letztes Drittel des 2. Jhs. n. Chr.
Eßteller
JPW01_002

5 Slg. JPW Inv. 01/005
Einhenkelkrug mit niedriger Standplatte, gedrungenem, weit
ausladenem Gefäßkörper, schwach abgesetztem Zylinderhals und
trichterförmig erweitertem Mundstück. Außenseite Mün- dung durch
zwei umlaufende Rillen geteilt. Henkel über den Rücken zweifach
gebändert.
Durchmesser Boden 5,7 cm Höhe Wandung 16,5 cm Durchmesser Mündung
4,6 cm
Gefäßkörper intakt; Lippe leicht bestoßen.
Beigefarben brennender Ton; Außen- und Unterseite über-
dreht.
Fundort unbekannt
Gose 367
Letztes Drittel 1. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_005

3 Slg. JPW Inv. 01/003, Inv. 20,368 = FNR. Sp. 18
94
Steilwandiger Kelch mit Stengelfuß und schlichter, unver- dickter
Lippe. Zwischen Fuß und Wandung umlaufender Wulst. Außenseite - an
Ober- und Unterkante jeweils durch eine Rille begrenzt - mit weißem
Tonschlicker en barbotine ver- ziert. Dekor bestehend aus Kreisen
und Buchstaben, die al- ternierend zwischen schräg ansteigenden
Strichlinien pla- ziert sind. Die Buchstaben dürften sich zu
V(iv)A, V(in)A oder V(it)A ergänzen lassen. Wulst durch kurze,
vertikale Striche gegliedert. Auf der Unterseite sich als
Schlaufen- gebilde darstellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht.
Durchmesser Stengelfuß 5,5 cm Höhe Wandung 10,2 cm Durchmesser
Mündung 9,5 cm
Wandung etwa zu einem Drittel ergänzt
Rötlicher Ton mit cremefarbenem Tonschlicker en barbotine über matt
dunkelrot brennender Engobe. Außenseite über- dreht.
Speicher, "Auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Koenen Taf. 18,8. - Speicher II,3. - Tonindustrie Abb. 10,7.
Erste Hälfte des 4. Jhs. n. Chr. ?
Trinkbecher
JPW01_003

4 Slg. JPW Inv. 01/004
Einhenkelkrug mit niedriger Standplatte, gedrungenem, weit
ausladenem Gefäßkörper, abgesetztem Zylinderhals und trich-
terförmigem, außen nach unten getrepptem Mundstück. Henkel über den
Rücken zweifach gebändert.
Durchmesser Boden 6,5 cm Höhe Wandung 17,5 cm Durchmesser Mündung
6,0 cm
Gefäßkörper intakt; Lippe bestoßen. Die Schrägstellung des Halses
läßt auf einen Fehlbrand schließen.
Beigefarben brennender Ton; Außen- und Unterseite über-
dreht.
Fundort unbekannt
Hofheim 52. - Gose 368.
Letztes Drittel 1. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_004

6 Slg. JPW Inv. 01/006, Inv. 02,231
Einhenkelkrug mit niedrigem Standring, gedrungenem, weit ausladenem
Gefäßkörper, abgesetztem Zylinderhals und nach unten einmal
abgestuftem Mundstück. Unterlippe als umlau- fende Leiste
ausgebildet. Henkel über den Rücken einfach gebändert.
Durchmesser Standring 7,0 cm Höhe Wandung 19,4 cm Durchmesser
Mündung 5,7 cm
Gefäßkörper intakt; Lippe leicht bestoßen.
Beigefarben brennender Ton; Außen- und Unterseite über-
dreht.
Fundort unbekannt (= Trier, St. Matthias (= südliches Grä-
berfeld), Buren- (= Euchariusstraße), hinter Haus-Nr. 71,
1902.
Gose 371
Ende 1. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_006

7 Slg. JPW Inv. 01/007
Einhenkelkrug mit niedriger Standplatte und gleichmäßig gewölbtem
Gefäßkörper. Henkel über den Rücken ehemals ge- bändert.
Durchmesser Boden 4,6 cm Erhaltene Höhe 14,0 cm
Gefäßkörper intakt; unterer Henkelansatz vorhanden, Ober- teil vom
Halsansatz aufwärts verloren.
Beigefarben brennender Ton; Außen- und Unterseite über-
dreht.
Fundort unbekannt
Typ infolge fehlenden Mundstücks unbestimmbar
Ende 1. bis Mitte 2. Jh. n. Chr. Zur Datierung vgl. Gose
368-369;372.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_007

9 Slg. JPW Inv. 01/008, Inv. 19,263 = FNR. Sp. 18 .
168;180
Zweihenkelkrug mit Flachboden, zylindrischer Wandung und schräg
ansteigender Schulter. Oberer Abschluß in Gestalt eines
verhältnismäßig kurzen, stöpselartigen Mundstückes mit umlaufendem
Kragen, dessen Lippe abgekantet und durch eine Rille geteilt ist.
Zwischen Schulter und Hals umlau- fender Wulst. über den Rücken
zweifach gebänderte Henkel, deren Bogen sich von der Mitte der
Schulter bis zur Unter- kante des Kragens spannt. Schulter und
zylindrischer Wan- dungsabschnitt treffen stumpfwinklig
aufeinander. Auf der Unterseite einer Parallele, die im Rheinischen
Landesmuseum Trier unter der Inv.-Nr. 19,264 verzeichnet ist, zwei
kon- zentrische Doppelrillen. Schulter durch Doppelrille und s-
förmigem Profil; zylindrischer Wandungsverlauf durch fünf weitere
Doppelrillen gegliedert. Die Form erinnert an Gefäße, deren Körper
von einem Ge- flecht aus organischem Material umgeben ist. Der aus
Doppelrillen bestehende Dekor dürfte Erzeugnissen des
Drechslerhandwerks entlehnt sein.
Durchmesser Boden 20,5 cm Höhe Wandung 30,7 cm Durchmesser Mündung
5,9 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Boden und Teile der
Wandung ergänzt.
Weiß brennender, schwach abgemagerter Ton. Außenseite über-
dreht.
Speicher, "Auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Speicher I,28. - Tonindustrie Abb. 9,6.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_009

10 Slg. JPW Inv. 01/010
Dreihenklige Variante eines Kruges mit stöpselartigem, ge-
schweiftem Mundstück. Henkel über den Rücken einfach ge- bändert.
Schulter in Höhe des unteren Henkelansatzes dop- pelt
gerillt.
Erhaltene Höhe 11,2 cm Durchmesser Mündung 5,3 cm
Gefäßkörper vom Schulteransatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
11 Slg. JPW Inv. 01/011
Bauchiger Krug mit zylindrischem, profiliertem Fuß. Auf der
Unterseite sich als Schlaufengebilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 9,5 cm Erhaltene Höhe 16,5 cm
Gefäßkörper vom unteren Wandungsabschnitt aufwärts ver- loren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton. Außenseite
überdreht.
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_010

12 Slg. JPW Inv. 01/012
Zweihenklige Variante eines Kruges mit stöpselartigem, ge-
schweiftem Mundstück. Henkel über den Rücken gekehlt und doppelt
gerillt. Oberseite Kragen mit zierlicher Rille ver- sehen. Auf der
Schulter in Höhe des unteren Henkelansatzes umlaufende Rille.
Erhaltene Höhe 10,0 cm Durchmesser Mündung 5,3 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton. Außenseite
überdreht.
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_012

13 Slg. JPW Inv. 01/013
Zweihenklige Variante eines Kruges mit stöpselartigem, ge-
schweiftem Mundstück. Henkel über den Rücken zweifach ge- bändert.
Auf der Schulter in Höhe des unteren Henkelan- satzes umlaufende
Rille.
Erhaltene Höhe 8,5 cm Durchmesser Mündung 5,3 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton. Außenseite
überdreht.
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
14 Slg. JPW Inv. 01/014
Bauchiger Krug mit zylindrischem, profiliertem Fuß. Auf der
Unterseite sich als Schlaufengebilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 5,3 cm Erhaltene Höhe 13,4 cm
Gefäßkörper vom unteren Wandungsabschnitt aufwärts ver- loren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton. Außen- und
Unterseite überdreht.
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_013

15 Slg. JPW Inv. 01/015
Zweihenklige Variante eines Kruges mit stöpselartigem, ge-
schweiftem Mundstück. Henkel über den Rücken zweifach ge-
bändert.
Erhaltene Höhe 13,4 cm Durchmesser Mündung 8,0 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts und ein Henkel verloren.
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_015

16 Slg. JPW Inv. 01/016
Zweihenklige Variante eines Kruges mit stöpselartigem, ge-
schweiftem Mundstück. Henkel über den Rücken zweifach ge-
bändert.
Erhaltene Höhe 7,8 cm Durchmesser Mündung 4,9 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Speicher II,22. - Louis-Lintz-Straße 51. - Gose 412. -
Cüppers/Hussong Taf. 4,47a.
Mitte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_016

17 Slg. JPW Inv. 01/017
Einhenkelkrug mit konischem Mundstück. Henkel über den Rücken
gekehlt und doppelt gerillt.
Erhaltene Höhe 6,7 cm Durchmesser Mündung 4,3 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Koenen Taf. 15,17. - Niederbieber 72. - Speicher II,20. Zu
Analogien in Terra Sigillata vgl. Niederbieber 27. - Gose
176-177.
3. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß
JPW01_018

18 Slg. JPW Inv. 01/019
auf in Gips ergänztem Untergrund Graffito JPW 1887
Großer Zweihenkelkrug mit dreieckig verdickter, leicht un-
terschnittener Lippe. Henkel über den Rücken gekehlt und einfach
gerillt.
Erhaltene Höhe 13,0 cm Durchmesser Mündung 11,0 cm
Gefäßkörper vom Halsansatz abwärts verloren
Gelblich brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Koenen Taf. 15,30. - Niederbieber 75. - Speicher II,24. -
Louis-Lintz-Straße 54. - Gose 418-419.
3. Jh. n. Chr.
Vorratsgefäß
JPW01_019

20 Slg. JPW Inv. 01/022 (= Nachbildung), RLMTR. Inv. 17,29
(= Original)
"Honigtopf" mit Flachboden, kugelbauchigem Gefäßkörper und
Schulterösen. Kantig vorspringende, leicht unterschnittene Lippe.
Auf der Schulter in Höhe der ösen umlaufende Doppel- rille.
Gefäßkörper infolge Fehlbrandes durch Dellen ent- stellt. Auf der
Unterseite sich als Schlaufengebilde dar- stellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 9,7 cm Höhe Wandung 24,2 cm Durchmesser Mündung
11,4 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Rötlicher, schwach abgemagerter Ton; fleckige Oberfläche mit
Reduktionsspuren.
Fundort unbekannt
Tonindustrie Abb. 11,14
4. Jh. n. Chr.
Vorratsgefäß; Einmachtopf
JPW01_022

21 Slg. JPW Inv. 01/023
Große bauchige "Urne" mit Flachboden, schulterlastig nach oben
verschobenem Wandungsverlauf und schräg nach außen gestelltem Rand.
Lippe kolbenförmig verdickt. Gefäßkörper gänzlich unverziert. Auf
der Unterseite sich als Schlaufen- gebilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 9,6 cm Höhe Wandung 26,5 cm Durchmesser Mündung
19,7 cm
Oberer Wandungsabschnitt auf einer Seite aus Scherben zu-
sammengesetzt
Rötlicher, schwach abgemagerter Ton; fleckige Oberfläche mit
Reduktionsspuren.
Fundort unbekannt
Gose 533. - Altbachtal Abb. 142,9;293,10-11. - Goethert- Polaschek
Grab 91c;95l;107e;117a;132a.
Letztes Drittel 1. bis erste Hälfte 2. Jh.
Als Kochtopf gedachter, im Trierer Land jedoch häufig als
Aschenurne verwendeter Gefäßtyp
JPW01_023

22 Slg. JPW Inv. 01/024
Tiefer konischer Deckel mit niedrigem Knauf und verdicktem Rand.
Lippe zur Unterseite durch Kehle abgesetzt. Oberseite kräftig
gerieft. Auf dem Knauf sich als Schlaufengebilde darstellende
Spuren vom gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Knauf 5,6 cm Höhe 7,3 cm Durchmesser Deckel 23,4
cm
Randzone auf einer Seite aus Scherben zusammengesetzt
Rötlicher, schwach abgemagerter Ton. Auf dem Knauf liegend
getöpfert.
Fundort unbekannt
Hofheim 91. - Gose 555. - Goethert-Polaschek Grab 117a.
Letztes Drittel 1. bis zweite Hälfte 2. Jh.
Gefäßabdeckung; Spitzschutz. Möglicherweise zum vorange- stellten
Kochtopf gehörig.
JPW01_024

23 Slg. JPW Inv. 01/025
Große Reibschüssel mit bogenförmig ansteigender Wandung und
auffallend breitem Horizontalrand. Lippe kragenförmig nach unten
abgebogen. Niedrige, außen durch Rille, innen durch Kehle
abgesetzte Innenleiste. Innenseite durch eingedrückte Quarzkörner
aufgerauht.
Erhaltene Höhe 10,0 cm Durchmesser Mündung 40,0 cm
Boden und große Teile der Wandung mit Ausnahme zweier Rand-
scherben verloren
Gelblichroter, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Cüppers/Hussong Taf. 4,43.
Zweite Hälfte 3. bis frühes 4. Jh. n. Chr.
Als Mörser (= "mortarium") und zum Anrühren von Speisen verwendetes
Kochgeschirr
JPW01_025

24 Slg. JPW Inv. 01/039, RLMTR. Inv. G.P.
280
Reibschüssel mit kalottenförmigem Gefäßkörper ohne Stand-
vorrichtung. Kurzer, als schräg abstehender Kragen aus- gebildeter
Rand. Schräg nach innen geneigte, außen ge- kehlte, innen
unterschnittene Leiste, die auf einen tra- pezförmigen Ausguß
zuläuft. Innen unterschnittene, ohne äußere Kehle wulstig
gestaltete Ausgußränder, die in Höhe der Lippe enden. Auf der
Unterseite Werkspur in Gestalt einer linksdrehenden, vom Zentrum
zum Rand überleitenden Spirale. Innenseite durch eingedrückte
Quarzkörner aufge- rauht. Gefäßkörper infolge überhitzten Ofens
verzogen.
Länge 31,5 cm Breite 26,5 cm Höhe 11,0 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Fehlstellen er- gänzt und
farblich dem Original angepaßt.
Roter, fein abgemagerter Ton. Unterseite und Lippe wahr- scheinlich
rot engobiert. Die vom Zentrum ausgehende Dreh- furche läßt darauf
schließen, daß der Gefäßkörper mit der Mündung nach unten über eine
Form getöpfert worden ist.
Fundort unbekannt
Tonindustrie Abb. 11,16. - Cüppers/Hussong Taf. 16,28;
20,25;24,29;26,25. - Redknap R40.3.
Mitte 4. bis frühes 5. Jh. n. Chr.
Als Mörser (= "mortarium") und zum Anrühren von Speisen verwendetes
Küchengeschirr
JPW01_039

27 Slg. JPW Inv. 01/026
Große bauchige Urne mit schmalem Fuß, schulterlastig nach oben
verschobenem Wandungsverlauf, niedrigem Hals und Hori- zontalrand.
Oberseite Horizontalrand ungerillt; Lippe ab- geflacht. Schulter
und Hals durch zwei umlaufende Rillen voneinander abgesetzt. Auf
dem leicht nach innen gewölbtem Boden sich als Schlaufengebilde
darstellende Spuren vom gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 9,5 cm Höhe Wandung 24,7 cm Durchmesser Mündung
19,8 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Cremefarben brennender, stark grobkörnig abgemagerter Ton.
Außenseite überdreht.
Speicher, "im Forst", in den sogenannten "Hohen Buchen", 1902.
Römisches Brandgrab, bestehend aus Aschenurne mit Leichenbrand (=
Kat.-Nr. 26), zwei Einhenkelkrügen (= Gose 368; z. Z. nicht
auffindbar; Kat.-Nr. 7 zugehörig?) und einem gläsernen Balsamarium
(= z. Z. nicht auffindbar).
Speicher I,13. Zum Grabfund vgl. Führer durch den Luft- kurort
Speicher und Umgebung. Hrsg. von der Ortsgruppe Speicher des
Eifelvereins (Bonn 1909) 17 mit Abb. S. 16.
Erste Hälfte 2. Jh. n. Chr.
Als Aschenurne verwendeter Kochtopf
JPW01_026

28 Slg. JPW Inv. 01/041
Bauchiger Topf mit gefalztem Rand. Sichelförmig emporge- wölbte
Lippe, die ohne umlaufende Leiste lediglich durch zwei Rillen
gegliedert ist.
Durchmesser Mündung 15,5 cm
Randscherbe
Roter, stark grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Alzey 27. - Gose 546. - Cüppers/Hussong Taf. 13,89c;24,27; 27,36. -
Redknap R.1.1-R.1.63.
Mitte bis zweite Hälfte 4. Jh.
Kochtopf mit Deckelfalz
JPW01_041

31 Slg. JPW Inv. 01/029
Bauchige Kanne mit Flachboden, schulterlastig nach oben
verschobenem Wandungsverlauf und gekniffener Schnauze. Bandförmige,
durch Rille geteilte Lippe. Auf der Schulter eine, unterhalb des
oberen Henkelansatzes zwei umlaufende Rillen. Henkel über den
Rücken gefurcht. Auf der Unterseite sich als Schlaufengebilde
darstellende Spuren vom gedrill- ten Abschneidedraht. Flächige,
feuchtigkeitsbedingte Ab- platzungen weisen die Kanne als Fehlbrand
aus.
Durchmesser Boden 8,3 cm Höhe Wandung 23,4 cm Breite Mündung 8,8
cm
Gefäßkörper ungebrochen; Wandung durch Abplatzungen ent-
stellt.
Stark grobkörnig abgemagerter Ton. Fleckige Oberfläche mit
Reduktionsspuren.
Fundort unbekannt
Speicher II,37. - Tonindustrie Abb. 11,12. - Gose 513. -
Cüppers/Hussong Taf. 24,30b.
Mitte bis zweite Hälfte 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Heißwasserkanne
JPW01_029

32 Slg. JPW Inv. 01/030
Bauchige Kanne mit Flachboden, schulterlastig nach oben
verschobenem Wandungsverlauf und gekniffener Schnauze. Bandförmige,
durch Rille geteilte Lippe. Auf der Schulter umlaufende Rille.
Schief angesetzter, über den Rücken ge- furchter Henkel. Auf der
Unterseite sich als Schlaufenge- bilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht. Gefäßkörper infolge Fehlbrandes
eingedellt.
Durchmesser Boden 6,0 cm Höhe Wandung 21,2 cm Breite Mündung 6,0
cm
Gefäßkörper ungebrochen
Stark grobkörnig abgemagerter Ton. Steinzeugartig hart ge- brannter
Scherben mit Sinterhaut.
Fundort unbekannt
Speicher II,37. - Tonindustrie Abb. 11,12. - Gose 513. -
Cüppers/Hussong Taf. 24,30b.
Mitte bis zweite Hälfte 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Heißwasserkanne
JPW01_030

33 Slg. JPW Inv. 01/031
Kanne mit bandförmiger, außen gerillter Lippe und ge- kniffener
Schnauze.
Breite Mündung 6,3 cm Erhaltene Höhe 7,2 cm
Gefäßkörper vom oberen Henkelansatz abwärts verloren
Stark grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Niederbieber 98. - Speicher II,37. - Louis-Lintz-Straße 66b. - Gose
511-513.
3.-4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Heißwasserkanne
JPW01_031

34 Slg. JPW Inv. 01/032
Kanne mit bandförmiger, außen gerillter Lippe und ge- kniffener
Schnauze. Unterhalb des oberen Henkelansatzes umlaufende
Doppelrille.
Breite Mündung 5,4 cm Erhaltene Höhe 5,7 cm
Gefäßkörper vom Hals abwärts verloren
Stark grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Niederbieber 98. - Speicher II,37. - Louis-Lintz-Straße 66b. - Gose
511-513.
3.-4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Heißwasserkanne
JPW_01_32

34 Slg. JPW Inv. 01/032
Kanne mit bandförmiger, außen gerillter Lippe und ge- kniffener
Schnauze. Unterhalb des oberen Henkelansatzes umlaufende
Doppelrille.
Breite Mündung 5,4 cm Erhaltene Höhe 5,7 cm
Gefäßkörper vom Hals abwärts verloren
Stark grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Niederbieber 98. - Speicher II,37. - Louis-Lintz-Straße 66b. - Gose
511-513.
3.-4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Heißwasserkanne
JPW01_034

37 Slg. JPW Inv. 01/035
Kleine gehenkelte Tasse mit verhältnismäßig schmalem Fuß,
schulterlastig nach oben verschobenem Wandungsverlauf und
horizontal umgeschlagenem Rand. Mündung leicht verzogen. In Höhe
des oberen Henkelansatzes umlaufende Rille. Mas- siger, über den
Rücken gekehlter Henkel mit auffallend breitgedrücktem unteren
Ansatz. Auf der Unterseite sich als Schlaufengebilde darstellende
Spuren vom gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 3,5 cm Höhe Wandung 8,7 cm Durchmesser Mündung
7,5 cm
Gefäßkörper ungebrochen
Stark grobkörnig abgemagerter Ton. Scherben steinzeugartig
versintert.
Fundort unbekannt (= Bitburg, auf dem Marktplatz, 1975)
Tonindustrie Abb. 11,8. - Gose 550. - Altbachtal Abb. 295, 12;18. -
Cüppers/Hussong Taf. 14,91d-e. - Redknap R24.1-9.
4. Jh. n. Chr.
Kochtopf; Einmachkrug
JPW01_035

38 Slg. JPW Inv. 01/036 (= Nachbildung), Inv. 17,31 (=
Original)
Spardose (= "thesaurus") mit zwiebelförmigem Gefäßkörper auf
schmalem, zylindrischem Fuß. In Schulterhöhe schmaler, längs zur
Spitze angeordneter Einwurfschlitz von 1,5 cm Länge. Auf der
Unterseite sich als Schlaufengebilde dar- stellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 4,0 cm Höhe Wandung 8,4 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt
Beigefarben brennender, schwach abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Tonindustrie Abb. 11,22
4. Jh. n. Chr.
Kleingeldsammelbüchse
JPW01_036

39 Slg. JPW Inv. 01/037, RLMTR. Inv. 38,2343
Spardose (= "thesaurus") mit zwiebelförmigem Gefäßkörper auf
schmalem, zylindrischem Fuß. In Schulterhöhe schmaler, quer zur
Spitze angeordneter Einwurfschlitz von 2,0 cm Länge.
Erhaltene Breite 10,5 cm Höhe 11,4 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt
Grau brennender, abgemagerter Ton
Fundort unbekannt; 1938 nachinventarisiert
Tonindustrie Abb. 11,22
4. Jh. n. Chr.
Kleingeldsammelbüchse
JPW01_037

40 Slg. JPW Inv. 01/038, RLMTR. Inv. 19,272 = FNR. Sp. 18 .
162;187
Wölbtopf mit Flachboden, zylindrischem, sich nach oben er-
weiterndem Gefäßkörper und gefalztem Rand. Lippe verdickt und
schräg emporgebogen. Wandung auffallend gefurcht. Auf der
Unterseite sich als Schlaufengebilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 7,0 cm Höhe Wandung 17,0 cm Durchmesser Mündung
14,0 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Gelblich brennender, grobkörnig abgemagerter Ton
Speicher, "auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Speicher I,32b. - Tonindustrie Abb. 6.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Bei derartigen Gefäßen, die S. Loeschecke als Wölbtöpfe be-
zeichnet hat, handelt es sich um typische Werkstattfunde, die als
Ware auszuschließen und als Teil der Ofeninstalla- tion zu
betrachten sind.
JPW01_038

41 Slg. JPW Inv. 01/042
Hohe Schüssel mit Flachboden, sich konisch nach oben er- weiterndem
Gefäßkörper und verdicktem, nach außen umge- schlagenem Rand. Boden
kreisförmig; Mündung oval; Wandung unverziert. Auf der Unterseite
sich als Schlaufengebilde darstellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 12,8 cm Höhe Wandung 20,8 cm Länge Mündung 30,0
cm Breite Mündung 26,4 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt; Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Gelblich brennender, grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Niederbieber 109
4. Jh. n. Chr. ?
Seltener Gefäßtyp unbekannter Funktion. Die Form erinnert an einen
Wollkorb (= "kalathos"). Möglicherweise Spezialan- fertigung für
gewerbliche Zwecke.
JPW01_042

42 Slg. JPW Inv. 01/043
Große Schüssel mit Flachboden, s-förmig geschwungener Wan- dung und
wulstig nach innen verdickter Lippe. Auf der Außenseite um die
Mündung herumlaufende Rille. Zwischen Wandung und Boden
abgeschrägter übergang. Auf der Unter- seite sich als
Schlaufengebilde darstellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht. Innenseite vermutlich kräftig gefurcht.
Durchmesser Boden 16,3 cm Höhe Wandung 16,4 cm Durchmesser Mündung
34,9 cm
Gefäßkörper vollständig aus Scherben zusammengesetzt. In- nenseite
zur Erhöhung der Stabilität mit Gips überzogen.
Gelblich brennender, grobkörnig abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Niederbieber 104. - Speicher II,42. - Gose 488-489. - Alt- bachtal
Abb. 144,21b;392,29. - Cüppers/Hussong Taf. 7,63a; 13,84c.
3. Jh. n. Chr.
Küchengeschirr
JPW01_043

44 Slg. JPW Inv. 01/045
Schale mit Flachboden, schwach s-förmig geschwungener Wan- dung und
wulstig nach innen verdickter Lippe. Auf der Außenseite Rand zur
Wandung durch umlaufende Rille abge- setzt. Innenseite durch
linksdrehende Spirale kräftig ge- furcht. Auf der Unterseite sich
als Schlaufengebilde dar- stellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 5,5 cm Höhe Wandung 7,2 cm Durchmesser Mündung
15,7 cm
Gefäßkörper etwa zu einem Achtel verloren. Brennriß und ein im
Zentrum durchstoßener Boden lassen auf Ausschußware
schließen.
Weiß brennender, stark abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Louis-Lintz-Straße 63. - Gose 490-491. - Altbachtal Abb. 294,27. -
Cüppers/Hussong Taf. 13,84a-b.d.
Erste Hälfte 4. Jh. n. Chr.
Küchengeschirr
JPW01_045

45 Slg. JPW Inv. 01/046
Schüssel mit Flachboden, schwach s-förmig geschwungener Wandung und
kolbenförmig verdickter Lippe. Rand zur Wandung durch außen
umlaufende Rille abgesetzt. Innenseite durch linksdrehende Spirale
kräftig gefurcht.
Erhaltene Höhe 7,0 cm Durchmesser Mündung 19,5 cm
Randscherbe
Weiß brennender, stark abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Gose 491. - Altbachtal Abb. 294,27. - Cüppers/Hussong Taf.
13,84a-b.d;16,35a-b. - Redknap R2.1-R2.45.
4. Jh. n. Chr.
Küchengeschirr
JPW01_046

46 Slg. JPW Inv. 01/047
Hohe Schüssel mit verhältnismäßig schmalem Fuß, glocken- förmigem
Gefäßkörper und dreieckig nach innen verdickter Lippe. Wandung
unverziert und zu Oberseite Lippe recht- winklig ausgebildet.
Innenseite durch linksdrehende Spirale kräftig gefurcht. Auf der
Unterseite sich als Schlaufenge- bilde darstellende Spuren vom
gedrillten Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 6,3 cm Höhe Wandung 14,2 cm Durchmesser Mündung
22,5 cm
Gefäßkörper ungebrochen; Lippe geringfügig bestoßen.
Hellgelb brennender, stark abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Louis-Lintz-Straße 74
3. bis 4. Jh. n. Chr.
Seltener Gefäßtyp unbekannter Funktion; möglicherweise
Spezialanfertigung für gewerbliche Zwecke.
JPW01_047

47 Slg. JPW Inv. 01/048, RLMTR. Inv. 19,213 = FNR. Sp. 18 .
165;180
Kleine Schüssel mit Flachboden, glockenförmigem Gefäßkörper und
schräg nach innen gestelltem Rand. Lippe leicht empor- gezogen; zur
Mündung durch Rille, zur Wandung durch Leiste abgesetzt. Außen
unterschnittener, innen stumpfwinklig um- geschlagener Rand. Oberer
und unterer Wandungsabschnitt durch außen umlaufende Kehle
abgesetzt.
Durchmesser Boden 6,4 cm Höhe Wandung 9,1 cm Durchmesser Mündung
15,5 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt. Boden und Teile der
Wandung in Gips ergänzt.
Gelb brennender, fein abgemagerter Ton
Speicher, "auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Speicher I,9. - Tonindustrie Abb. 9,9. - Gose 496. - Altbachtal
Abb. 142,17;292,76-77;293,50-51.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Kochgeschirr
JPW01_048

48 Slg. JPW Inv. 01/049, RLMTR. Inv. 19,210 = FNR. Sp. 18 .
163;165;168
Kleine Schüssel mit Flachboden, glockenförmigem Gefäßkörper und
gefalztem Rand. Lippe emporgebogen, auf der Unterseite abgeschrägt
und zur Mündung durch Rille abgesetzt. Wandung im unteren Abschnitt
leicht s-förmig geschwungen, im oberen steil gestellt. In Höhe des
Umbruches außen umlaufende Rille.
Durchmesser Boden 6,5 cm Höhe Wandung 9,5 cm Durchmesser Mündung
18,1 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt. Boden und Teile Wandung
in Gips ergänzt.
Weiß brennender, fein abgemagerter Ton
Speicher, "auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Speicher I,8. - Gose 505.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Kochgeschirr
JPW01_049

49 Slg. JPW Inv. 01/050, RLMTR. Inv. 19,239 = FNR. Sp. 18 .
180;181
Flachkonischer Deckel mit abgekanteter Lippe und niedrigem
zierlichem Knauf. Auf der Oberseite des Knaufes sich als
Schlaufengebilde darstellende Spuren vom gedrillten Ab-
schneidedraht.
Durchmesser Knauf 3,5 cm Höhe 3,2 cm Durchmesser Deckel 16,0
cm
Krempe aus Scherben zusammengesetzt. Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Cremefarben brennender, schwach abgemagerter Ton. Auf dem Knauf
liegend getöpfert.
Speicher, "auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Speicher I,16b. - Tonindustrie Abb. 9,22. - Gose 558.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Gefäßabdeckung; Spritzschutz
JPW01_050

50 Slg. JPW Inv. 01/051, RLMTR. Inv. 19,194 = FNR. Sp. 18 .
165;180;181
Platte mit Flachboden, verhältnismäßig niedriger, außen schräg
gestellter, innen bogenförmig ansteigender Wandung und gerundeter,
leicht verdickter Lippe. Zentrum der Innen- seite durch Kehle
eingefaßt. Auf der Unterseite sich als Schlaufengebilde
darstellende Spuren vom gedrillten Ab- schneidedraht.
Durchmesser Boden 15,7 cm Höhe Wandung 3,3 cm Durchmesser Mündung
19,5 cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt. Fehlstellen in Gips
ergänzt.
Cremefarben brennender, abgemagerter Ton
Speicher, "auf der Zweibach" (= FST. 16), 1917/18
Niederbieber 111a. - Speicher I,1. - Tonindustrie Abb. 9, 10. -
Gose 467. - Altbachtal Abb. 144,26b;392,41.
Erste Hälfte bis Mitte 2. Jh. n. Chr.
Kochgeschirr; Backteller.
JPW01_051

51 Slg. JPW Inv. 01/052
Platte mit Flachboden, verhältnismäßig hoher, schwach s- förmig
geschwungener Wandung und verdickter, sichelförmig nach innen
gestellter Lippe. Auf der Innenseite links- drehende, vom Zentrum
ausgehende Spirale. Unterseite grob nachgearbeitet. Gefäßkörper
infolge Fehlbrandes gerissen und verzogen.
Durchmesser Boden 14,2 cm Höhe Wandung 6,4 cm Größte Breite 23,0
cm
Gefäßkörper aus Scherben zusammengesetzt. Wandung auf einer Seite
ausgebrochen.
Gelb brennender, abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Alzey 29. - Tonindustrie Abb. 11,10. - Gose 474. - Cüppers/ Hussong
Taf. 12,81d;24,24c. - Redknap R6.1-R6.33.
4. Jh. n. Chr.
Kochgeschirr; Backteller.
JPW01_052

52 Slg. JPW Inv. 01/053
Platte mit Flachboden, hoher schräg gestellter Wandung und
kolbenförmig verdickter Lippe. Auf der Innenseite links- drehende,
vom Zentrum ausgehende Spirale; auf der Unter- seite sich als
Schlaufengebilde darstellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht.
Durchmesser Boden 16,5 cm Höhe Wandung 6,8 cm Durchmesser Mündung
25,2 cm
Wandung etwa zu einem Viertel ausgebrochen. Fehlstelle in Gips
unter Verwendung einer nicht zugehörigen Randscherbe gleichen Typs
ergänzt.
Gelb brennender, abgemagerter Ton
Fundort unbekannt
Alzey 29. - Tonindustrie Abb. 11,10. - Gose 474. - Cüppers/ Hussong
Taf. 12,81d;24,24c. - Redknap R6.1-R6.33.
4. Jh. n. Chr.
Kochgeschirr; Backteller.
JPW01_053

53 Slg. JPW Inv. 01/054
auf in Gips ergänztem Untergrund Graffito JPW 1887
Zweihenkelkrug mit zylindrischem Gefäßkörper, außen ge- rilltem
Mundstück und umlaufendem Kragen. Mündung innen in Höhe des oberen
Henkelansatzes gekehlt. Schulter und Hals gehen fließend ineinander
über. In Höhe des unteren Henkel- ansatzes umlaufende Doppelrille.
Henkel über den Rücken zweifach gebändert. über Henkelrücken
Schulter und Hals mit breitem Pinsel flüchtig aufgetragene
Engobe.
Erhaltene Höhe 11,5 cm Durchmesser Mündung 5,5 cm
Gefäßkörper vom Schulteransatz abwärts verloren. Kragen auf einer
Seite bestoßen.
Gelblicher, schwach abgemagerter Ton; mit dunkelrot bren- nender
Engobe bestrichen.
Fundort unbekannt
Cüppers/Hussong Taf. 4,40;11,60. Selten vorkommende und seltsam
anmutende Oberflächenbehandlung, die in ähnlicher Ausprägung an
Einhenkelkrügen mit konischem Mundstück (= RLMTR. Inv. 16,199), an
Zweihenkelkrügen (= Slg. JPW Inv. 01/054; Cüppers/Hussong Taf.
23,18) und an Kochtöpfen mit gefalztem Rand (= RLMTR. Inv. 07,1 und
EV. 244f; jedoch als schwarz gestrichene Variante)
wiederkehrt.
Spätes 3. bis erste Hälfte 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Vorratsgefäß.
JPW01_054

54 Slg. JPW Inv. 01/055, RLMTR. Inv. 5463
Zweihenklige Schale (= "skyphos") mit zylindrischem, ver-
hältnismäßig hohem Fuß und dreieckig verdickter, außen ge- kehlter
Lippe. Auf der Unterseite sich als Schlaufengebilde darstellende
Spuren vom gedrillten Abschneidedraht. Zwi- schen Fuß und schräg
ansteigendem, unteren Wandungsab- schnitt von Rillen gesäumter,
umlaufender Wulst. Unterer Wandungsabschnitt schließt mit
vorspringender Leiste ab. Oberer Wandungsabschnitt steil gestellt
und von Rillen eingefaßt. Kleine, sich von der Gefäßmitte bis
unterhalb der Lippe spannende Henkel. Innenseite tongrundig
belassen. Außenseite mit zweizeiligem Dekor aus liegenden,
lamellen- artig gemusterten Bändern. Untere Zeile durchgängig,
obere in Höhe der Henkel unterbrochen. Dekor über die Rücken der
Henkel quer herabgeführt.
Durchmesser Boden 6,0 cm Höhe Wandung 10,0 cm Durchmesser Mündung
16,2 cm
Lippe bestoßen, auf einer Seite ausgebrochen und in Gips
ergänzt
Cremefarbener, schwach abgemagerter Ton; Dekor aus rot- orange
brennender Engobe.
Speicher, "auf der Herst" (= FST. 13), 1881
Niederbieber Abb. 29. - Speicher II,14. - Tonindustrie Abb. 11,3. -
Gose 275-276. - Redknap R48,1-R48,2.
Erste Hälfte bis Mitte 4. Jh. n. Chr.
Trinkschale
JPW01_055

56 Slg. JPW Inv. 01/057, RLMTR. Inv. 04,415
Bauchige Kanne mit verhältnismäßig hohem, zylindrischem Fuß,
gekniffener Schnauze und bandförmiger Lippe. Lippe durch zwei
Rillen geteilt. In Höhe des oberen Henkelan- satzes umlaufende
Doppelrille. Schulter und Hals treppen- förmig voneinander
abgesetzt. Standfläche und unterer Wan- dungsabschnitt in frühem
lederhartem Zustand zwecks end- gültiger Formgebung überdreht. Fuß
entgegen sonstiger Ge- pflogenheit ohne umlaufende Leiste. Dekor in
vertikaler Anordnung aus lamellenartig gemusterten, sich
überlappen- den Bändern, deren Unterkante in Laufnasen enden.
Henkel mit einfach gebändertem und gleichartig dekoriertem
Rücken.
Durchmesser Boden 8,0 cm Höhe Wandung 27,6 cm Breite Mündung 9,1
cm
Gefäßkörper ungebrochen; Dekor stellenweise durch Verwitte- rung
verblaßt.
Cremefarbener, schwach abgemagerter Ton; Dekor aus orange- rot
brennender Engobe.
Fundort unbekannt (= Trier, St. Matthias, Matthiasstraße 14,
1904).
Niederbieber Abb. 29. - Tonindustrie Abb. 11,29. - Gose 280. -
Cüppers/Hussong Taf.4,41;11,61;23,16.
1. Hälfte bis Mitte 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Schankgefäß.
JPW01_057

57 Slg. JPW Inv. 01/058
Große bauchige Kanne mit verhältnismäßig hohem, zylin- drischem
Fuß, gekniffener Schnauze und bandförmiger Lippe. Lippe durch
Doppelrille vom Hals abgesetzt. In Höhe des oberen Henkelansatzes
umlaufende Doppelrille. Hals, Schul- ter und Bauch gehen fließend
ineinander über. Zwischen Fuß und unterem Wandungsabschnitt
unvollständig ausgebildete Leiste. Auf der Unterseite sich als
Schlaufengebilde dar- stellende Spuren vom gedrillten
Abschneidedraht. Dekor in vertikaler Anordnung aus lamellenartig
gemusterten Bändern, über welche breite, spitzovale Pinselstriche
hinweggeführt sind.
Durchmesser Boden 9,1 cm Höhe Wandung 35,3 cm Breite Mündung 10,4
cm
Unterer und oberer Wandungsabschnitt aus Scherben zusammen-
gesetzt. Zugehörigkeit hypothetisch; Gefäßhöhe spekulativ. Oberteil
Henkel und große Teile der Wandung verloren. Aus- gußspitze
abgeschlagen. Fehlstellen in Gips ergänzt.
Cremefarbener, schwach abgemagerter Ton; Dekor aus orange- rot
brennender Engobe.
Fundort unbekannt
Niederbieber Abb. 29. - Tonindustrie Abb. 11,29. - Gose 280. -
Cüppers/Hussong Taf.4,41;11,61;23,16.
1. Hälfte bis Mitte 4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Schankgefäß.
JPW01_058

58 Slg. JPW Inv. 01/059
Krug oder Kanne mit verhältnismäßig hohem, zylindrischem Fuß und
kugelbauchigem Gefäßkörper. Schulter und Bauch gehen fließend
ineinander über. Fuß entgegen sonstiger Gepflogenheit ohne
umlaufende Leiste. Auf der Unterseite sich als Schlaufengebilde
darstellende Spuren vom gedrill- ten Abschneidedraht.
Dickwandigkeit und flüchtige Oberflä- chenbehandlung weisen das
Stück als "Lehrlingsarbeit" aus. Dekor in vertikaler Anordnung aus
lamellenartig gemusterten Bändern, über welche breite, spitzovale
Pinselstriche hin- weggeführt sind.
Durchmesser Boden 5,9 cm Erhaltene Höhe 12,5 cm
Gefäßoberteil samt Henkel verloren
Cremefarbener, schwach abgemagerter Ton; Dekor aus orange- rot
brennender Engobe.
Fundort unbekannt
Typ infolge fehlenden Oberteils unbestimmbar
4. Jh. n. Chr.
Flüssigkeitsbehälter; Schankgefäß.
JPW01_059

69 Slg. JPW Inv. 01/069
Modell des römischen Ziegelofens "auf der Herst" (= FST. 13) mit
quadratischem Brennraum und langem Fuchs. Rück- wärtiger Zugang zur
Brennkammer im Befund nachgewiesen. Modell gibt den Zustand von
1881 wieder.
Tonindustrie Abb. 2a-b.
JPW01_069






